Worum geht’s?

Was ist am Leben schön?
1. Eis
2. Wasserschlachten
3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen
26. Ins Meer pinkeln, und keiner merkt es

Diese Liste schreibt ein siebenjähriges Kind für seine Mutter, die versucht hat, sich umzubringen. Zehn Jahre später wird sie es wieder versuchen. Das Kind führt die Liste als Jugendlicher wie besessen weiter:
319. So heftig lachen, dass dir die Milch aus der Nase schießt
517. Mit jemandem so vertraut sein, dass man ihn nachgucken lässt, ob man Brokkoli-Reste zwischen den Zähnen hat
Auch als Erwachsener wird die Liste zum ständigen Begleiter.
999.998. Unpassende Songs in gefühlvollen Momenten

All das Schöne ist ein Plädoyer an das Leben. In seinem brillant geschriebenen Monolog befasst sich der Autor Brite Duncan Macmillan mit der Frage, wie sich die Krankheit Depression auf eine Familie und das Leben eines Kindes auswirkt. Dabei gelingt ihm das scheinbar Unmögliche, nämlich ein so tief ergreifendes wie umwerfend komisches Stück zu schreiben, das die Zuschauer:innen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schickt.

Premiere 11. Juni 2022 \ Junges Theater

Termine und Karten unter:
theaterregensburg.de

Ich hab einen guten Rat für jeden, der mit dem Gedanken an Selbstmord spielt. Der Rat ist ganz einfach. Er geht so: Tu’s nicht.

Aus All das Schöne

Werde Aktiv und mach bei der digitalen All das Schöne Liste mit!

Auf diesem link findet ihr die digitale All das Schöne- Liste. Hier kannst du jederzeit die Listenpunkte nachlesen und neue Punkte dazu schreiben.

Diese Liste soll nicht nur die Erzählerin an die Schönen Momente im Leben erinnern, sondern auch dich.

Deshalb werde erfinderisch und mach mit, wir freuen uns auf deine Ideen!

https://www.alldasschoene.de/

Inspiration

Facts: Zum Thema Depression

„Weil wir, um in der Gegenwart zu leben, in der Lage sein müssen, uns eine Zukunft vorzustellen, die besser sein wird als die Vergangenheit. Warum? Weil man das Hoffnung nennt, und ohne Hoffnung könnten wir nicht weitermachen.“ (aus dem Stück All das Schöne)

Was sind Depressionen?

Der Begriff Depression kommt vom lateinischen Verb „deprimere“ und bedeutet so viel wie herunter- oder niederdrücken. Die Depression zählt zu den Stimmungs- und affektiven Störungen und zeigt sich durch anhaltende Stimmungstiefs, fehlenden Antrieb, Interessenverlust sowie viele körperliche Symptome. Negative Gedanken und Gefühle erstrecken sich bei einer Depression auf alle Lebensbereiche. Für eine betroffene Person ist es sehr schwierig bis unmöglich ihr alltägliches Leben zu gestalten, da ihre Gedanken und Gefühle, ihr Verhalten und auch körperliche Vorgänge stark verändert sind. Wieso Menschen depressiv werden, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Besondere und extrem belastende Lebensumstände oder auch genetische Veranlagung können eine Depression auslösen. Studien zeigen, dass eine Vielzahl von Faktoren zusammenspielen: zum Beispiel ein neurochemisches Ungleichgewicht, Genetik, Stress, soziale Faktoren wie zum Beispiel Einsamkeit oder psychologische Faktoren.

Depressionen sind kein Makel und auch keine Schwäche. Mit professioneller Hilfe können psychische Störungen geheilt werden.

Wie kann Man Depressionen von Stimmungsschwankungen unterscheiden?

„Voll depri drauf sein“ kommt gerade in der Pubertät oft vor und dauert einige Augenblicke, Stunden oder Tage – solche Stimmungstiefs kennt jede:r. Sie sind keine Depression und legen sich mit der Zeit wieder. Von einer Depression ist dann die Rede, wenn das Stimmungstief und die oben genannten Symptome über mehrere Wochen/Monate anhalten.

Was kannst Du tun wenn jemand in deinem Umfeld ganz anders ist als sonst?

  • Gehe auf Dein Gegenüber zu und frage verständnisvoll nach, was gerade in der Person vorgeht. Nimm die Gefühle und Gedanken ernst und sei für Sie/Ihn da.
  • Gemeinsam könnt Ihr euch folgende drei Punkte anschauen, an denen sich Depressionen von Stimmungsschwankungen unterscheiden lassen (bevor Ihr einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsucht):

#1 Schweregrad: Wut, Traurigkeit, Reizbarkeit, Einsamkeit, Apathie, Unsicherheit und andere negative Emotionen sind viel intensiver, wenn die Person eine Depression hat.

#2 Dauer: Wenn starke negative Gefühle oder Apathie länger als zwei Wochen ohne Unterbrechung andauern, kann dies auf eine Depression hindeuten.

#3 Bereiche: Wenn negative Gefühle oder ungewöhnliches Verhalten in mehreren Lebensbereichen (z.B. nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule, bei der Arbeit und im Freundeskreis) wahrgenommen werden, kann eine schlechte Stimmung auf eine Stimmungsstörung zurückzuführen sein.

  • Du kannst Deinen Freund/Deine Freundin dabei unterstützen, Hilfe zu holen.

Als Laie kannst Du die Art und die Schwere einer Depression nicht richtig einschätzen. Daher ist professionelle Hilfe und Unterstützung durch einen Arzt bzw. eine Ärztin oder durch einen Psychotherapeuten bzw. eine Psychotherapeutin unabdingbar. Diese Personen verfügen über eine entsprechende Ausbildung und wissen, welche Methoden / Therapieansätze angebracht sind, damit es Betroffenen wieder besser geht.

 

Die Texte sind aus der folgenden Quelle übernommen: https://www.frnd.de/infos/depression/

Facts: Zum Thema Selfecare und Resilienz

„Ich mache eine Liste mit tausend schönen Sachen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, ich bin ein Genie.“

aus All das Schöne

Das Leben ist herausfordernd – für den einen mehr, für den anderen weniger. Doch gerade aus Krisensituationen nehmen wir fast immer etwas Wichtiges für unser Leben mit. Wenn wir schwierige Situationen bewältigen, dann entwickeln wir Strategien, die uns helfen weitere Herausforderungen in Zukunft besser zu meistern. Daraus entsteht Widerstandskraft. Diese Widerstandskraft nennt sich Resilienz. Resilienz wird als erworbene Fähigkeit verstanden. Sie sorgt dafür, dass wir an einer herausfordernden Lebenssituation nicht zerbrechen, sondern gestärkt aus ihr hervorgehen.

Die Resilienz ist vergleichbar mit dem Immunsystem: Sie ist das Immunsystem unserer Seele.

Resilienz selbst aufbauen Arbeitsblatt

 

 

 

Hast du schon einmal von der 90 Sekunden Technik gehört?

Die 90-Sekunden-Technik

Babara Fredrickson, die seit Jahrzehnten Gefühle erforscht, hat etwas Spannendes herausgefunden: Wenn man ein Gefühl hat und überhaupt nichts dafür oder dagegen tut, verschwindet es nach spätestens 90 Sekunden von allein. Das ist nicht sehr lange. Der schwierige Schritt dabei ist nur, wirklich überhaupt nichts zu tun, bis die Emotion verblasst ist oder durch eine andere abgewechselt wurde. Nicht dagegen ankämpfen. Sich nicht ablenken. Sich nicht hineinsteigern.

Facts

ALL DAS SCHÖNE
von Duncan Macmillan (*1980) | Mit Jonny Donahoe | Deutsch von Corinna Brocher

Regie: Tamira Kalmbach
Bühne und Kostüme: Christiane Hilmer
Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser
Theatervermittlung: Lisa Wagner, Andreas Rakovszky, Lisa Hörmann

Was denkst Du?

Was ist das erste, das Dir zu dem Theaterbesuch einfällt?

An welcher Stelle im Stück hast Du gelacht, wurdest Du traurig oder warst gerührt?

Welche Frage beschäftigt Dich heute noch?

Schreib uns das unten in die Kommentare oder einfach direkt als Mail an: theatervermittlung@theaterregensburg.de